Eine Human Design-Statikerin: Warum diese Bezeichnung so gut zu mir passt

Beim Schreiben meiner Über mich-Seite bin ich an einem Punkt hängengeblieben: Wie beschreibe ich das, was ich mit meinem Human Design-Wissen vermag?

Am Ende wurde es die Human Design-Statikerin. Das passt. Und gefällt mir gut.

Veröffentlicht am Kategorisiert als Projektorleben, Über Human Design

Ich habe sehr lange überlegt, wie ich meine Human Design-Tätigkeit beschreiben soll.

Ich könnte mich Human Design-Guide nennen. Aber das hat sich immer so sehr nach Reiseleitung angehört. Und das trifft es nicht. Wenn ich mit dir in deiner Körpergraphik stehe, führe ich dich nicht, schwenke keine Regenschirme und spreche nicht ins Mikrofon.

Ich sitze einfach neben dir.

Am Küchentisch, du weisst.

Ich sitze neben dir, während du dich selber führst.

Ich könnte auch schreiben, dass ich Human Design-Analytikerin bin. Ganz korrekt wäre es nicht, weil mir noch die letzte Prüfung fehlt. Und gleichzeitig merke ich: Es zieht mich gerade gar nicht dorthin.

Mich zieht es an den Küchentisch.

Zu den Momenten, die echt sind.
Nicht cool, nicht hip, nicht Hochglanz.
Ohne Geheimclubsiegel, ohne Bewerbungsprozeduren.

Ich habe diesen Küchentisch. Und wer sich eingeladen fühlt, soll kommen.

Bei dem Begriff Analytiker denke ich an Sigmund Freud und eine Couch.
Das ist eine eigene, wichtige Welt. Aber nicht meine.

Ich kenne mich doch einfach nur mit deiner Körpergraphik aus.

Dort schau ich hin.
Unerschrocken.
Nüchtern.
Und mit einer begeisterten Freude an der Schönheit, die darin steckt.

Während ich schaue, passiert es ganz von selbst:

Mein Verstand beginnt abzuwägen.
Er sieht, was trägt.
Und was nicht.

Er sieht, wo etwas stabil ist.
Und wo es ins Wanken gerät.


Mein Human Design-Profil ist 1/3.

Die Rolle, die ich in diesem Leben spiele, ist die einer Ermittlerin, die aus gelebter Erfahrung lernt. Und dafür muss sie immer wieder in den Keller steigen. Sie muss, sie hat keine andere Wahl.

Sie geht dorthin, wo man sich vielleicht ein bisschen unbehaglich fühlt.
Und am liebsten schnell wieder hochlaufen würde.

Da schaut sie, wo sich etwas als wackelig erweist.
Und wie man es wieder tragfähig machen kann.

Das ist die Arbeit einer Statikerin.

In meinem Fall ist es keine Berufsbezeichnung.
Es ist das, was ich bin.

Ich will, dass du stabil und sicher stehst.

Nicht perfekt.
Aber so, dass du dich drauf verlassen kannst.

Ich bin Lili.

Und sitze so gern am Küchentisch.

Von dort ist es nur ein Sprung zur Kellertür.
Und im Keller fühle ich mich auch daheim.

Setz dich dazu.

Ich bin da.


Bei der Tür auf dem Beitragsbild handelt es sich um ein Foto von Tim Mossholder auf Unsplash. Danke, Tim!

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